Einleitung: Ein Erdbeben verändert den Blick auf Panama
Am 9. Oktober 2026 wurde Panama von einem außergewöhnlich starken Erdbeben erschüttert. Nach Angaben des panamaischen Katastrophenschutzes SINAPROC erreichte es eine Magnitude von 7,5. Das Epizentrum lag etwa 39 Kilometer nordwestlich von Tonosí, nahe der Grenze zwischen den Provinzen Los Santos und Veraguas. Die Herdtiefe betrug lediglich rund vier Kilometer.
Das Beben war in weiten Teilen Panamas zu spüren, auch in der rund 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Panama City. Selbst in den Nachbarländern Costa Rica und Kolumbien wurden Erschütterungen registriert. Zahlreiche Nachbeben folgten, darunter weitere sehr starke Erschütterungen. Am 10. Oktober erklärte die Regierung den nationalen Notstand.
Das Ereignis wirft Fragen auf, die weit über die unmittelbaren Schäden hinausgehen.
Ist Panama für Auswanderer weiterhin ein sicheres Land? Kann man hier noch guten Gewissens eine Immobilie kaufen? Und wie hoch sind die Risiken für Menschen, die einen erheblichen Teil ihres Vermögens in panamaische Immobilien investieren möchten?
Diese Fragen sind keineswegs theoretisch. Panama hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Standort für internationale Auswanderer, vermögende Privatpersonen und Immobilieninvestoren entwickelt. Insbesondere in Panama City prägen moderne Wohnhochhäuser, luxuriöse Apartmentanlagen und große Neubauprojekte das Stadtbild.
Wer hier eine Eigentumswohnung kauft, investiert häufig mehrere Hunderttausend Dollar, bei größeren Apartments oder Penthouses auch deutlich über eine Million.
Das Erdbeben vom 9. Oktober zwingt dazu, einen Risikofaktor genauer zu betrachten, der bei Immobilienentscheidungen möglicherweise nicht immer die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient.
Warum ich mit diesem Artikel gewartet habe
Ich habe das Erdbeben selbst erlebt.
Gemeinsam mit meiner Frau wohne ich im elften Stock eines modernen Wohnhochhauses in Costa del Este, einem der gehobenen Stadtteile von Panama City.
Als das Erdbeben begann, saß ich gerade am Computer in einer Videokonferenz. Plötzlich geriet der Boden unter meinen Füßen in Bewegung. Innerhalb weniger Augenblicke wurden die Erschütterungen so heftig, dass ich mich an meinem Schreibtisch festhalten musste. Ich erinnere mich noch genau, wie ich in die laufende Videokonferenz rief: „¡Muy fuerte, muy fuerte!“ – sehr stark, sehr stark!
Dann ging alles sehr schnell. Ich stand auf, zog mir etwas über, schlüpfte in meine Schuhe und ließ den Computer eingeschaltet zurück. Alles andere blieb liegen. Meine Frau und ich trafen innerhalb weniger Sekunden die Entscheidung, das Gebäude sofort zu verlassen.
Ich würde nicht ausschließen, dass man in solchen Momenten von Todesangst sprechen kann. Das gesamte Hochhaus schwankte, der Boden bewegte sich, und wir hatten keine Vorstellung davon, was als Nächstes passieren würde. War das bereits der Höhepunkt des Erdbebens? Oder würde es noch stärker werden? Konnte das Gebäude womöglich einstürzen?
Wir eilten über das Treppenhaus vom elften Stock hinunter zur Lobby. Im Treppenhaus waren zahlreiche andere Bewohner unterwegs, die offenbar dieselbe Entscheidung getroffen hatten.
Ob es richtig war, während der Erschütterungen sofort das Treppenhaus aufzusuchen, ist eine andere Frage. Die allgemeinen Sicherheitsempfehlungen sehen während eines Erdbebens normalerweise vor, zunächst im Gebäude Schutz zu suchen, beispielsweise unter einem stabilen Tisch, und erst nach dem Ende der Erschütterungen über die Treppe ins Freie zu gehen. Doch in diesem Moment denkt man nicht an theoretische Verhaltensregeln. Der Wunsch, möglichst schnell aus dem schwankenden Hochhaus herauszukommen, war übermächtig.
Als wir endlich im Freien standen, fühlten wir uns noch lange nicht sicher. Wir entfernten uns ungefähr 100 bis 200 Meter vom Gebäude und suchten einen Platz, von dem aus wir das Hochhaus weiterhin beobachten konnten. In unseren Köpfen war ständig die Vorstellung präsent, es könnte bei einem weiteren Beben umstürzen. Deshalb wollten wir genügend Abstand haben. Direkt vor dem Eingang oder in der Lobby zu warten, kam für uns nicht infrage.
Die nächsten zwei bis zweieinhalb Stunden verbrachten wir draußen, unter anderem mit einem Spaziergang durch Costa del Este. Erst als sich die Lage etwas beruhigt hatte, fassten wir den Mut, in unsere Wohnung zurückzukehren.
Wir wollten vor allem feststellen, ob Schäden entstanden waren. Beim Verlassen der Wohnung hatte ich noch ein Klappern gehört, möglicherweise war ein Glas oder ein anderer Gegenstand umgefallen. Größere Schäden hatten wir in der Eile nicht erkennen können.
Wir fuhren also wieder nach oben und betraten unser Apartment.
Doch wir waren noch keine Minute dort, als ein starkes Nachbeben einsetzte.
Sofort begann das Gebäude erneut zu schwanken. Die gerade erst überwundene Angst war augenblicklich wieder da. Wir verließen die Wohnung fluchtartig und eilten erneut über die elf Stockwerke durch das Treppenhaus nach unten.
Als wir wieder im Freien standen, waren wir vor allem erleichtert, es noch einmal geschafft zu haben.
Diesmal dauerte es wesentlich länger, bis wir das Gebäude wieder betreten durften. Mehr als sieben Stunden hielten wir uns außerhalb des Hauses auf, überwiegend an Orten, an denen wir möglichst wenig Gefahr durch umstürzende Gebäude oder herabfallende Bauteile vermuteten.
Inzwischen versuchte ich, mich über die Wahrscheinlichkeit weiterer schwerer Nachbeben zu informieren. Ich fragte unter anderem ChatGPT, wie groß das Risiko sei, dass nach einem so starken Erdbeben noch ein stärkeres folgen könnte.
Als Antwort erhielt ich eine Größenordnung von etwa fünf Prozent.
Diese Zahl beschäftigte mich erheblich. Fünf Prozent klingen zunächst nicht besonders viel. Aber wenn man gerade ein stark schwankendes Hochhaus erlebt hat, denkt man anders darüber. Für mich bedeutete die Zahl vor allem, dass ein noch stärkeres Erdbeben keineswegs ausgeschlossen war. Und was ein solches Ereignis für unser Gebäude bedeutet hätte, konnte ich nicht einschätzen.
Nach den langen Stunden im Freien gingen wir schließlich erneut in unsere Wohnung. Wir hofften, dass das Schlimmste nun überstanden sei.
Doch auch diese Hoffnung hielt nicht lange.
Ich lag bereits im Bett, als erneut deutliche Erschütterungen einsetzten. Wieder bewegte sich das Gebäude. Wieder war die Angst sofort da.
Diesmal beschlossen wir, nicht länger im Hochhaus zu bleiben. Wir packten das Nötigste zusammen, nahmen auch Bettdecken mit und gingen zu unserem Auto. Anschließend fuhren wir zu einer freien Fläche, auf der wir möglichst großen Abstand zu Gebäuden hatten.
Dort verbrachten wir die Nacht im Auto.
An erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Immer wieder glaubten wir, Bewegungen des Fahrzeugs wahrzunehmen, und fragten uns, ob gerade ein weiteres Nachbeben stattfand. Die Unsicherheit ließ uns nicht zur Ruhe kommen.
In den folgenden Tagen wurde über eine große Zahl von Nachbeben berichtet. Die meisten waren für uns nicht oder kaum spürbar, einige jedoch deutlich. Die Vorstellung, jederzeit erneut von einer stärkeren Erschütterung überrascht werden zu können, blieb bestehen.
Am nächsten Tag schlug uns der Dienstleister, den wir mit der Vermietung unseres neuen Apartments beauftragt hatten, vor, die Wohnung vorübergehend selbst zu nutzen. Sie war zwar noch nicht vollständig eingerichtet, doch er ließ in kürzester Zeit alles Nötige herrichten, sodass wir einziehen konnten. In dieser belastenden Situation war es ein großes Glück, einen so flexiblen und hilfsbereiten Partner an unserer Seite zu haben.
Wir gingen nur noch kurz in unsere Wohnung in Costa del Este, um die wichtigsten persönlichen Dinge zusammenzupacken.
Anschließend zogen wir für einige Tage in unser neues Apartment in Panamá Pacífico, das eigentlich für die Vermietung vorgesehen war. Dort fühlten wir uns in dem wesentlich kleineren Gebäude und dem wesentlich tieferen Stockwerk viel wohler und konnten allmählich etwas zur Ruhe kommen.
Erst nach einigen Tagen kehrten wir in unsere Wohnung in Costa del Este zurück.
Dieses Erlebnis hat unsere Einstellung zum Wohnen in einem Hochhaus verändert. Besonders für meine Frau ist die Vorstellung eines weiteren schweren Erdbebens seither mit erheblicher Angst verbunden.
Und auch ich, der die Situation eher rational zu betrachten versucht, stelle mir inzwischen Fragen, mit denen ich mich vor dem 9. Oktober in dieser Intensität nicht beschäftigt hatte.
Dabei geht es nicht nur darum, ob ein modernes Hochhaus bei einem Erdbeben einstürzen könnte. Es geht ebenso darum, welche Schäden ein Gebäude davontragen kann, welche finanziellen Folgen daraus entstehen und wie zuverlässig sich diese Risiken überhaupt beurteilen lassen.
Diese persönliche Erfahrung ist einer der Gründe, weshalb ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe.
Obwohl ich unmittelbar betroffen war, habe ich bewusst darauf verzichtet, sofort einen Artikel zu veröffentlichen. Denn bereits in den ersten Tagen nach dem Erdbeben zeichneten sich zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen ab.
Beide haben ihre Berechtigung.
Und beide führen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen für Menschen, die über eine Auswanderung nach Panama oder den Erwerb einer Immobilie nachdenken.
Zwei Thesen: Bewährungsprobe bestanden oder Risiko unterschätzt?
These 1: Panama hat die Bewährungsprobe bestanden
Man kann das Erdbeben durchaus als Beleg für die Widerstandsfähigkeit moderner panamaischer Gebäude betrachten.
Obwohl das Beben außergewöhnlich stark war und in weiten Teilen des Landes gespürt wurde, kam es in Panama City nach den bislang vorliegenden Berichten nicht zu einer Serie eingestürzter moderner Wohnhochhäuser.
Das ist eine wichtige und erfreuliche Feststellung.
Die Hauptstadt mit ihren zahlreichen Hochhäusern hat die Erschütterungen offenbar vergleichsweise gut überstanden. Moderne Gebäude werden nach technischen Vorschriften errichtet, die auch Erdbebenlasten berücksichtigen.
In der panamaischen Presse wurde deshalb bereits kurz nach dem Beben die Frage diskutiert, ob die Widerstandsfähigkeit der Gebäude ein Erfolg der Ingenieurkunst und der Bauvorschriften sei.
Diese Sichtweise ist keineswegs unbegründet.
Wer ein modernes Hochhaus plant, muss berücksichtigen, dass ein Gebäude bei einem Erdbeben horizontalen Kräften ausgesetzt ist. Eine gewisse Bewegung ist dabei nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Stabilität. Im Gegenteil: Die Fähigkeit einer Konstruktion, sich kontrolliert zu verformen und dabei Energie aufzunehmen, gehört zu den wesentlichen Prinzipien des erdbebengerechten Bauens.
Aus dieser Perspektive könnte man zu dem Schluss kommen, dass Panama eine erhebliche Naturkatastrophe insgesamt besser überstanden hat, als man angesichts der Magnitude zunächst hätte befürchten können.
Allerdings muss man dabei eine entscheidende Einschränkung berücksichtigen: Das Epizentrum lag nicht in Panama City.
These 2: Die eigentliche Bewährungsprobe steht möglicherweise noch aus
Eine zweite Betrachtungsweise kommt zu einer vorsichtigeren Einschätzung.
Das Erdbeben war zwar in der Hauptstadt deutlich spürbar. Die stärksten Bodenbewegungen traten jedoch in anderen Regionen auf, insbesondere in der Nähe des Epizentrums.
Die Tatsache, dass moderne Hochhäuser in Panama City nicht reihenweise eingestürzt sind, beweist deshalb noch nicht, wie dieselben Gebäude auf ein vergleichbar starkes Erdbeben unmittelbar unter der Hauptstadt reagieren würden.
Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der aus Sicht eines Immobilieninvestors mindestens ebenso wichtig ist.
Ein Gebäude kann ein Erdbeben überstehen, ohne einzustürzen, und dennoch erhebliche Schäden davontragen.
Risse an Wänden, beschädigte Rohrleitungen, Verformungen von Fassadenelementen, Schäden an Aufzügen oder technischen Anlagen können beträchtliche Reparaturkosten verursachen.
Noch gravierender wäre es, wenn tragende Bauteile betroffen wären.
Dabei muss man zwischen unterschiedlichen Schadensarten unterscheiden. Ein sichtbarer Riss im Putz ist zunächst kein Beweis für einen strukturellen Schaden. Umgekehrt lässt sich die Unversehrtheit eines Gebäudes nicht allein daraus ableiten, dass äußerlich keine größeren Risse erkennbar sind.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, ob ein Gebäude stehen geblieben ist.
Die Frage lautet auch, in welchem technischen und wirtschaftlichen Zustand es sich nach dem Erdbeben befindet.
Und genau an dieser Stelle beginnt für Immobilienkäufer und Eigentümer eine wesentlich komplexere Risikobetrachtung.
Was tatsächlich passiert ist: Die vorläufige Schadensbilanz
Zum Glück blieb die Zahl der gemeldeten Verletzten vergleichsweise niedrig. Nach der SINAPROC-Bilanz vom 19. Oktober wurden 27 Verletzte und ein Todesopfer gemeldet: eine Frau, die später an ihren Verletzungen starb. Hinter diesen Zahlen stehen persönliche Schicksale. Sie dürfen deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, wie viel Leid das Erdbeben und die Nachbeben über die Menschen in den betroffenen Regionen gebracht haben. Viele verloren ihr Zuhause oder mussten vorübergehend im Freien beziehungsweise in Zelten übernachten. Hinzu kamen Sorgen um die Trinkwasserversorgung, finanzielle Verluste und die ständige Angst vor weiteren Erschütterungen.
Bis zum 19. Oktober zählte das Instituto de Geociencias der Universidad de Panamá bereits 917 Nachbeben, also fast tausend. Die meisten konnten wir hier in Panama City gar nicht spüren. Einige waren jedoch auch für uns deutlich wahrnehmbar.
Die ersten Tage nach dem Erdbeben waren durch eine sich ständig verändernde Nachrichtenlage geprägt.
Am 14. Oktober berichtete SINAPROC bereits von 4.045 betroffenen Familien und 879 Familien, die ihre Wohnungen oder Häuser vollständig verloren hatten. Dazu kamen zahlreiche Gebäude mit mittleren, teilweisen oder geringeren Schäden.
Am 19. Oktober veröffentlichte der Katastrophenschutz eine weitere Zwischenbilanz. Bis zum Vorabend waren 8.920 Wohnungen und Häuser untersucht worden. Außerdem wurden Schäden an 619 Bildungseinrichtungen und 42 Gesundheitseinrichtungen registriert. (Vgl. auch: SINAPROC-Zwischenbilanz vom 19. Oktober 2026.)
Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Erdbeben erhebliche Folgen hatte, auch wenn die Schäden in Panama City weniger dramatisch ausfielen als in den stärker betroffenen Provinzen.
| 7,5 | Magnitude des Hauptbebens |
| 8.920 | Untersuchte Wohnungen und Häuser |
| 619 | Betroffene Bildungseinrichtungen |
Vorläufige Angaben von SINAPROC, Stand 19. Oktober 2026. Die Zahl untersuchter Wohnungen und Häuser ist nicht mit der Zahl beschädigter Objekte gleichzusetzen.
Auch die öffentliche Infrastruktur war betroffen. Straßen, Brücken, Krankenhäuser und staatliche Gebäude mussten untersucht und teilweise gesperrt werden.
Die Caja de Seguro Social erklärte nach den Schäden an eigenen Einrichtungen ebenfalls einen institutionellen Notstand, um Reparaturen und Versicherungsverfahren zu beschleunigen. (Vgl. auch: La Prensa zum institutionellen Notstand der Caja de Seguro Social.)
Für eine abschließende Bewertung der wirtschaftlichen Folgen ist es noch zu früh.
Die Zahl der gemeldeten Schäden kann mit fortschreitenden Untersuchungen steigen. Gleichzeitig werden erste Verdachtsfälle durch fachliche Begutachtungen möglicherweise als unkritisch eingestuft.
Besonders bei größeren Gebäuden kann es dauern, bis alle relevanten Bauteile und technischen Einrichtungen ausreichend geprüft sind.
Wie groß ist die Erdbebengefahr in Panama tatsächlich?
Panama liegt in einer tektonisch komplexen Region Mittelamerikas.
Hier wirken mehrere große Erdplatten und kleinere tektonische Strukturen aufeinander ein. Dazu gehören die Karibische Platte, die Nazca-Platte, die Cocos-Platte und die Südamerikanische Platte.
Quelle: „PanamaPlate.png“ von Alataristarion, Wikimedia Commons, abgeleitet aus „Tectonic plates boundaries detailed-en.svg“ von Eric Gaba (Daten: Peter Bird; Hintergrund: NGDC World Coast Line). Lizenz: CC BY-SA 4.0. Unverändert übernommen.
Die Bewegungen dieser Platten verursachen Spannungen in der Erdkruste. Wenn sich diese Spannungen entlang einer geologischen Störung plötzlich lösen, kann ein Erdbeben entstehen.
Die seismische Gefährdung ist jedoch nicht überall in Panama gleich hoch.
Es gibt Regionen mit deutlich stärkerer historischer Erdbebenaktivität und andere, in denen größere Erdbeben vergleichsweise selten beobachtet wurden.
Panama City gehört nicht zu den Regionen, in denen regelmäßig starke Erdbeben auftreten. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Hauptstadt geologisch ungefährdet wäre.
Auch in der Nähe von Panama City gibt es aktive Störungen
Eine besonders interessante wissenschaftliche Untersuchung stammt von Thomas Rockwell und weiteren Forschern. Sie wurde 2010 im Bulletin of the Seismological Society of America veröffentlicht.
Unter dem Titel Neotectonics and Paleoseismology of the Limón and Pedro Miguel Faults in Panamá: Earthquake Hazard to the Panamá Canal untersuchten die Wissenschaftler unter anderem die Limón- und Pedro-Miguel-Störungen in Zentralpanama.
Die Ergebnisse zeigen, dass diese Störungen in der Vergangenheit erhebliche Erdbewegungen verursacht haben.
Besonders bemerkenswert ist die Pedro-Miguel-Störung, die mit dem historischen Erdbeben vom 2. Mai 1621 in Verbindung gebracht wird. Damals wurden Teile des alten Panama schwer beschädigt.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass die Störungszonen geologisch aktiv sind und grundsätzlich auch stärkere Erdbeben hervorrufen können. (Vgl. auch: Studie zu den Limón- und Pedro-Miguel-Störungen.)
Die Studie ist für interessierte Leser besonders empfehlenswert, weil sie auf geologischen Geländebeobachtungen, Untersuchungen früherer Erdbewegungen und wissenschaftlichen Datierungen beruht.
Eine weitere Veröffentlichung von La Prensa vom 19. Oktober 2026 greift die Pedro-Miguel-Störung ausdrücklich auf. Die Zeitung betont dabei, dass das jüngste Erdbeben keineswegs als Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Aktivierung dieser Störung interpretiert werden darf. (Vgl. auch: La Prensa zur Pedro-Miguel-Störung.)
Das ist eine wichtige Unterscheidung.
Eine geologisch aktive Störung bedeutet nicht, dass dort in absehbarer Zeit zwangsläufig ein schweres Erdbeben auftreten wird.
Ebenso wenig bedeutet eine lange Phase ohne größere Erschütterungen, dass eine Störung ungefährlich geworden wäre.
Erdbeben lassen sich nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand weder hinsichtlich ihres genauen Zeitpunktes noch ihres Ortes und ihrer Stärke zuverlässig vorhersagen.
Was bedeutet das für Panama City und Panamá Pacífico?
Für Panama City und die westlich gelegenen Entwicklungsgebiete, einschließlich Panamá Pacífico, ist deshalb eine differenzierte Betrachtung erforderlich.
Die Entfernung zu bekannten Störungszonen ist ein wichtiger Faktor. Sie ist aber nicht der einzige.
Ebenso relevant sind die lokalen Bodenverhältnisse, die Beschaffenheit der geologischen Schichten und die Frage, wie sich seismische Wellen an einem bestimmten Standort ausbreiten und verstärken können.
Eine wissenschaftlich kartierte Störung sollte deshalb nicht mit einer exakt festgelegten Gefahrenlinie verwechselt werden.
Für eine Immobilienentscheidung ist entscheidend, wie die seismische Gefährdung am konkreten Grundstück bewertet wird.
Quelle: R. Styron, J. García-Pelaez, M. Pagani: „CCAF-DB: the Caribbean and Central American active fault database“, Natural Hazards and Earth System Sciences 20, 831–857, 2020, Abb. 6, https://doi.org/10.5194/nhess-20-831-2020. Siedlungsflächen nach Daten von © WorldPop (laut Originalveröffentlichung). Lizenz: CC BY 4.0. Unverändert übernommen.
Quelle: wie oben (CCAF-DB, Styron, García-Pelaez und Pagani 2020, Abb. 6, https://doi.org/10.5194/nhess-20-831-2020). Lizenz: CC BY 4.0. Änderung: auf den Raum Panama City zugeschnitten, sonst unverändert.
Ein häufig unterschätzter Faktor: Der Baugrund
Bei der Bewertung der Erdbebensicherheit richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf die Konstruktion des Gebäudes.
Mindestens ebenso wichtig kann jedoch der Untergrund sein.
Ein Gebäude auf festem Fels reagiert auf seismische Erschütterungen unter Umständen anders als ein vergleichbares Gebäude auf weichen Sedimenten oder künstlich aufgeschütteten Flächen.
Weiche Bodenschichten können bestimmte Schwingungen verstärken. Unter ungünstigen Bedingungen können wassergesättigte, lockere Böden außerdem ihre Tragfähigkeit teilweise verlieren. Dieses Phänomen wird als Bodenverflüssigung oder Liquefaktion bezeichnet.
Allerdings darf man daraus nicht den pauschalen Schluss ziehen, dass jedes Gebäude auf aufgeschüttetem Gelände gefährlich sei.
Entscheidend sind die konkrete Bodenbeschaffenheit, die Verdichtung, die Gründung des Gebäudes und die ingenieurtechnischen Maßnahmen, die bei Planung und Bau berücksichtigt wurden.
Im strategischen Entwicklungsplan des Distrikts Panama wird die seismische Gefährdung ausdrücklich behandelt. Dort werden unter anderem aufgeschüttete Flächen in Costa del Este, Punta Pacífica, Marbella und Punta Paitilla als Bereiche genannt, deren Bodenverhältnisse bei einer Risikobetrachtung besondere Aufmerksamkeit verdienen. (Vgl. auch: Strategischer Entwicklungsplan des Distrikts Panamá, Anhang 1 (PDF).)
Für Immobilienkäufer ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz:
Nicht allein die Lage eines Grundstücks entscheidet über dessen Sicherheit, sondern die Kombination aus Baugrund, Gründung, Konstruktion und tatsächlicher Bauausführung.
Wer eine größere Investition plant, sollte deshalb nicht nur nach dem Baujahr und dem Bauträger fragen, sondern gegebenenfalls auch nach dem geotechnischen Gutachten und den statischen Grundlagen des Gebäudes.
Wie sicher sind moderne Hochhäuser in Panama?
Panama City verfügt über eine große Zahl moderner Wohnhochhäuser. Besonders in Costa del Este, Punta Pacífica, Avenida Balboa und weiteren gehobenen Stadtteilen sind Gebäude mit mehreren Dutzend Stockwerken alltäglich.
Diese Wohnform hat erhebliche Vorteile.
Moderne Apartmentanlagen bieten häufig Sicherheitspersonal, kontrollierte Zugänge, Parkplätze, Schwimmbäder, Fitnessbereiche, Gemeinschaftseinrichtungen und einen hohen Wohnkomfort.
Ich habe diese Vorteile in meinem Buch über das Auswandern nach Panama ausführlich beschrieben. Für viele Auswanderer, insbesondere für Menschen im Ruhestand, können solche Wohnanlagen eine ausgesprochen attraktive Lösung darstellen.
Das Erdbeben hat diese Vorteile nicht aufgehoben.
Es hat aber eine zusätzliche Frage aufgeworfen: Wie verhalten sich solche Gebäude bei starken seismischen Erschütterungen?
Warum Hochhäuser schwanken dürfen
Ein verbreiteter Irrtum besteht darin, jede Bewegung eines Hochhauses als Hinweis auf mangelnde Stabilität zu interpretieren.
Tatsächlich werden erdbebengerechte Bauwerke so konstruiert, dass sie bestimmte Bewegungen und Verformungen aufnehmen können.
Ein vollkommen starres Gebäude wäre nicht zwangsläufig sicherer.
Die Herausforderung für die Tragwerksplanung besteht darin, die beim Erdbeben auftretenden Kräfte kontrolliert aufzunehmen und gefährliche Versagensmechanismen zu verhindern.
Dabei geht es in erster Linie um den Schutz von Menschenleben.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes erdbebengerecht konstruierte Gebäude nach einem starken Beben vollständig unbeschädigt bleiben muss.
Hier muss man zwischen zwei unterschiedlichen Schutzzielen unterscheiden:
Lebenssicherheit: Das Gebäude soll einen Einsturz verhindern beziehungsweise die Wahrscheinlichkeit eines lebensgefährlichen Tragwerksversagens ausreichend begrenzen.
Schadensbegrenzung: Das Gebäude und seine technischen Einrichtungen sollen möglichst geringe wirtschaftliche Schäden erleiden und nach dem Ereignis weiterhin nutzbar bleiben.
Diese beiden Ziele sind nicht identisch.
Ein Gebäude kann die Anforderungen an die Lebenssicherheit erfüllen und trotzdem so stark beschädigt werden, dass umfangreiche Reparaturen erforderlich sind.
Für einen Bewohner ist die erste Frage entscheidend. Für einen Eigentümer und Investor sind beide von großer Bedeutung.
Neubau bedeutet nicht automatisch risikofrei
Auch bei modernen Gebäuden können Unterschiede bestehen.
Das Baujahr, die jeweils geltenden technischen Vorschriften, die Qualität der Planung, die Bauausführung, die verwendeten Materialien und die Kontrolle der Arbeiten spielen eine Rolle.
Hinzu kommen Veränderungen im Laufe der Nutzungsdauer.
Umbauten, Eingriffe in tragende Bauteile, mangelhafte Wartung oder bereits vorhandene Schäden können die Bewertung eines Gebäudes verändern.
Ein seriöser Immobilienkäufer sollte deshalb nicht nur auf die äußere Erscheinung, die Ausstattung oder den Namen des Bauträgers achten.
Entscheidend ist die tatsächliche technische Qualität des Objekts.
Das eigentliche Problem für Immobilieninvestoren: Wer trägt die Kosten?
Aus meiner Sicht liegt hier einer der wichtigsten Aspekte der gesamten Diskussion.
Wenn ein modernes Hochhaus ein Erdbeben übersteht und niemand verletzt wird, ist das zunächst eine sehr gute Nachricht.
Für den Eigentümer einer Wohnung ist die Angelegenheit damit aber noch nicht erledigt.
Nehmen wir ein vereinfachtes Beispiel.
Ein Wohnhochhaus mit 100 Eigentumswohnungen erleidet durch ein Erdbeben Schäden an technischen Anlagen, Fassaden und gemeinschaftlichen Gebäudeteilen.
Die Reparaturen kosten insgesamt zwei Millionen US-Dollar.
Wären diese Kosten vollständig von den Eigentümern zu tragen und würde man sie rein rechnerisch gleichmäßig verteilen, ergäbe sich eine Belastung von 20.000 US-Dollar je Wohnung.
In der Praxis erfolgt die Verteilung möglicherweise nach Eigentumsanteilen und unter Berücksichtigung bestehender Rücklagen, Versicherungen und weiterer Regelungen.
Das Beispiel zeigt dennoch, wie schnell ein vermeintlich überschaubarer Gebäudeschaden zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden kann.
Bei größeren strukturellen Schäden können die Kosten noch deutlich höher liegen.
Das Risiko gemeinschaftlicher Gebäudeteile
Bei einer Eigentumswohnung besitzt man nicht nur sein Apartment. Man ist zugleich wirtschaftlich mit dem gemeinschaftlichen Gebäude verbunden.
Dazu gehören beispielsweise das Tragwerk, Fassaden, Dachflächen, Aufzüge, zentrale Rohrleitungen, technische Versorgungseinrichtungen und weitere Gemeinschaftsflächen.
Schäden an diesen Bereichen können alle Eigentümer betreffen, unabhängig davon, ob ihre eigene Wohnung sichtbare Schäden aufweist.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Einfamilienhaus.
Bei einem freistehenden Haus sind die Risiken ebenfalls vorhanden, aber die Verantwortung für Untersuchung, Reparatur und Versicherung liegt in der Regel unmittelbarer beim Eigentümer.
Bei einem Hochhaus ist man dagegen zusätzlich von Entscheidungen der Eigentümergemeinschaft, der Verwaltung, von Versicherern und gegebenenfalls von zahlreichen weiteren Beteiligten abhängig.
Was bedeutet das für den Wiederverkaufswert?
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die spätere Veräußerbarkeit.
Wie reagiert der Immobilienmarkt, wenn ein Gebäude nach einem Erdbeben Schäden aufweist, selbst wenn diese repariert werden können?
Werden Käufer einen Preisabschlag verlangen?
Wie wirkt sich eine ungeklärte Schadenslage auf die Finanzierung durch Banken aus?
Und welche Konsequenzen hat es, wenn sich Reparaturen über Monate oder Jahre hinziehen?
Diese Fragen lassen sich gegenwärtig nicht pauschal beantworten.
Sie sollten aber Bestandteil einer wirtschaftlichen Risikobetrachtung sein.
Denn ein Immobilieninvestment besteht nicht nur aus dem Kaufpreis und den laufenden Einnahmen. Auch mögliche außergewöhnliche Instandsetzungskosten und Einschränkungen der Marktgängigkeit gehören zur Gesamtbetrachtung.
Warum eine einfache Sichtprüfung nicht immer genügt
Nach dem Erdbeben haben zahlreiche Hausverwaltungen und Eigentümer damit begonnen, Gebäude auf sichtbare Schäden zu untersuchen.
Das ist notwendig und sinnvoll.
Eine erste Sichtprüfung kann offensichtliche Schäden identifizieren und Hinweise darauf geben, ob weitergehende Untersuchungen erforderlich sind.
Sie ersetzt jedoch nicht automatisch eine umfassende technische Begutachtung.
Insbesondere bei größeren Gebäuden können Untersuchungen an tragenden Bauteilen, Verbindungen, Fundamenten und technischen Anlagen notwendig werden.
Dabei ist zu unterscheiden zwischen:
- oberflächlichen Putz- und Verkleidungsrissen,
- Schäden an nichttragenden Wänden und Fassadenelementen,
- Schäden an Rohrleitungen und technischen Einrichtungen,
- möglichen Schäden an tragenden Bauteilen,
- Veränderungen des Baugrunds oder der Gründung.
Welche Untersuchungen erforderlich sind, muss ein entsprechend qualifizierter Fachingenieur im konkreten Fall entscheiden.
Wie schwierig es sein kann, eine solche Beurteilung zu organisieren, erleben wir inzwischen selbst. Im Nachhinein haben wir in unserer Wohnung kleinere Risse entdeckt und die Hausverwaltung schriftlich darüber informiert. Diese antwortete, sie sei für Risse innerhalb unserer Wohnung nicht zuständig, sondern nur für die Flure und Gemeinschaftsräume. Für die Beurteilung der Risse in unserer Wohnung sollten wir selbst qualifiziertes Fachpersonal beauftragen.
Konkrete Ansprechpartner, Angaben zu möglichen Kosten oder ein Angebot, uns bei der Organisation einer Begutachtung zu unterstützen, enthielt die Antwort nicht. Wir fühlten uns mit unserem Anliegen abgewiesen und weitgehend alleingelassen. Ob die Risse lediglich oberflächlich sind oder weiter untersucht werden müssen, lässt sich daraus selbstverständlich nicht ableiten.
Für mich gehört auch diese Erfahrung zur Bewertung einer Immobilieninvestition in Panama: Neben Bauqualität und Versicherungsschutz spielt die Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung eine wichtige Rolle. Wie erreichbar, hilfsbereit und transparent sie arbeitet, kann im Alltag und besonders nach einem solchen Ereignis einen erheblichen Unterschied machen.
Für Käufer einer gebrauchten Eigentumswohnung ergibt sich daraus eine zusätzliche Herausforderung.
Eine Wohnung kann optisch einwandfrei erscheinen, während im Gemeinschaftseigentum noch Schäden bestehen oder umfangreiche Reparaturen geplant sind.
Deshalb sollte man sich vor einem Kauf nicht allein auf die Besichtigung der Wohnung verlassen.
Wichtig sind auch die technischen Unterlagen des gesamten Gebäudes, bekannte Schadensmeldungen, bereits erstellte Gutachten, Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft und mögliche finanzielle Verpflichtungen.
Versicherungen: Ein Bereich mit erheblichem Klärungsbedarf
Ein besonders schwieriges Thema ist die Versicherung gegen Erdbebenschäden. Auch ich habe mich nach dem Erdbeben intensiver damit beschäftigt.
Für zwei Eigentumswohnungen haben wir kürzlich Versicherungen abgeschlossen. Die jährlichen Prämien liegen jeweils bei rund 100 US-Dollar. Auf den ersten Blick erscheint das ausgesprochen günstig.
Allerdings lässt sich aus einer niedrigen Prämie keineswegs ableiten, dass ein umfassender Versicherungsschutz besteht. Entscheidend sind die tatsächlich versicherten Risiken, die Versicherungssumme, die Selbstbehalte und die zahlreichen Bedingungen und Ausschlüsse. In meinem Fall ist insbesondere zu klären, welche Gebäudebestandteile überhaupt versichert sind und inwieweit die Versicherung Schäden am gemeinschaftlichen Eigentum abdeckt.
Was sagt die panamaische Versicherungswirtschaft?
Die Zeitung La Prensa hat am 12. Oktober 2026 einen Beitrag veröffentlicht, in dem die Asociación Panameña de Aseguradores (APADEA) erläutert, welche Versicherungsarten grundsätzlich Erdbebenschäden abdecken können. (Vgl. auch: La Prensa zur Versicherung von Erdbebenschäden.)
Dabei wird zwischen verschiedenen Versicherungsformen unterschieden, insbesondere zwischen Feuerversicherungen mit entsprechender Erdbebendeckung und umfassenderen Mehrgefahrenversicherungen. Entscheidend ist, ob das Erdbebenrisiko tatsächlich Bestandteil des Vertrags ist.
Für Wohnungseigentümer stellen sich darüber hinaus weitere Fragen. Besteht eine Gebäudeversicherung für das gesamte Wohnhochhaus? Welche Teile des Gemeinschaftseigentums sind versichert? Wie hoch ist die Versicherungssumme im Verhältnis zu den tatsächlichen Wiederherstellungskosten?
Welche Selbstbehalte gelten bei Erdbeben? Wer trägt die Kosten, wenn die Versicherungssumme nicht ausreicht? Und welche Rechte haben einzelne Eigentümer, wenn die Hausverwaltung keine ausreichenden Informationen über den bestehenden Versicherungsschutz zur Verfügung stellt?
Gerade bei hochpreisigen Immobilien sind diese Fragen von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Ein Apartment für 500.000 oder eine Million US-Dollar zu kaufen, ohne die wesentlichen finanziellen Risiken eines schweren Erdbebens zu kennen, erscheint mir jedenfalls nicht sinnvoll.
Eine persönliche Konsequenz: Unser geplanter Immobilienkauf
Das Erdbeben hat auch unsere eigenen Investitionsentscheidungen beeinflusst. Wir hatten uns bereits intensiv mit dem Kauf eines größeren Penthouses in einer hochwertigen Apartmentanlage beschäftigt.
Die Entscheidung war schon vorher nicht ganz einfach. Es gab zahlreiche Argumente für den Kauf, aber auch einige dagegen. Wir waren dennoch bereit, das Projekt weiterzuverfolgen und eine umfassende technische Prüfung durchführen zu lassen.
Dann kam das Erdbeben.
Danach stellte sich die Situation für uns anders dar. Zum einen möchte meine Frau nach diesem Erlebnis langfristig nicht mehr in einem Hochhaus wohnen. Zum anderen rückten für mich die technischen und finanziellen Risiken eines solchen Investments stärker in den Vordergrund.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Behauptung, dass das betreffende Gebäude unsicher sei. Vielmehr wurde deutlich, wie schwierig es für einen Käufer sein kann, den tatsächlichen Zustand eines größeren Gebäudes nach einem starken Erdbeben zuverlässig einzuschätzen.
Welche Schäden sind bereits bekannt? Welche Untersuchungen wurden durchgeführt? Welche Reparaturen werden notwendig? Und welche Kosten könnten künftig auf die Eigentümer zukommen?
Solange diese Fragen nicht ausreichend geklärt sind, lässt sich das wirtschaftliche Risiko nur eingeschränkt bewerten. Wir haben deshalb entschieden, den geplanten Kauf nicht weiterzuverfolgen.
Das bedeutet nicht, dass wir grundsätzlich keine Immobilien mehr in Panama kaufen möchten. Im Gegenteil: Wir beschäftigen uns weiterhin intensiv mit Immobilieninvestitionen und prüfen inzwischen verstärkt auch Grundstücke und Einfamilienhäuser.
Aber unsere Prioritäten haben sich verändert. Die Lage, die Qualität des Baugrunds, die Möglichkeit einer erdbebengerechten Konstruktion und die finanzielle Beherrschbarkeit möglicher Schäden sind für uns wichtiger geworden.
Ist ein Einfamilienhaus die bessere Alternative?
Diese Frage liegt nahe. Ein freistehendes, eingeschossiges Haus kann gegenüber einem großen Hochhaus gewisse Vorteile bieten.
Die Gebäudestruktur ist häufig überschaubarer. Untersuchungen und Reparaturen lassen sich unmittelbarer organisieren. Es besteht keine Abhängigkeit von einer großen Eigentümergemeinschaft.
Auch die psychologische Belastung kann geringer sein. Wer bei einem Erdbeben in einem eingeschossigen Haus lebt, erlebt die Situation möglicherweise anders als jemand im dreißigsten Stock eines schwankenden Hochhauses.
Daraus darf man allerdings nicht ableiten, dass ein Einfamilienhaus grundsätzlich sicherer ist. Auch ein Haus kann auf ungeeignetem Untergrund stehen, schlecht konstruiert oder mangelhaft gebaut sein.
Insbesondere bei Grundstücken mit Aufschüttungen, hohem Grundwasserstand, Böschungen oder problematischer Entwässerung sind sorgfältige Untersuchungen erforderlich. Ein eingeschossiges Gebäude auf ungeeignetem Baugrund kann unter Umständen größere Probleme bereiten als ein professionell geplantes Hochhaus auf einer geeigneten Gründung.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Hochhaus oder Einfamilienhaus? Sondern: Welche konkrete Immobilie bietet unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren ein vertretbares Verhältnis zwischen Sicherheit, Wohnqualität, Kosten und Risiko?
Sollte man jetzt noch nach Panama auswandern?
Damit kommen wir zur ersten der beiden Ausgangsfragen zurück. Ist Panama nach dem Erdbeben noch ein geeignetes Auswanderungsland?
Aus meiner Sicht wäre es falsch, die gesamte Entscheidung über eine Auswanderung allein an einem Naturereignis festzumachen. Panama bietet weiterhin zahlreiche Eigenschaften, die das Land für internationale Auswanderer attraktiv machen.
Dazu gehören das tropische Klima, die Verwendung des US-Dollars, die internationale Anbindung, die medizinische Versorgung in Panama City, die vergleichsweise moderne Infrastruktur bestimmter Wohngebiete, die unterschiedlichen Möglichkeiten, einen legalen Aufenthaltsstatus zu erhalten, der persönliche Freiraum bei der Gestaltung des eigenen Lebens und eine vielfältige Gesellschaft mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweisen.
Allerdings hängt die Eignung Panamas stark davon ab, welche persönlichen Anforderungen man an seinen künftigen Wohnort stellt. In meinem Buch habe ich mich deshalb besonders mit Wohnstandorten beschäftigt, die sich aus meiner Sicht für finanziell unabhängige Auswanderer eignen. Dabei spielen nicht nur schöne Landschaften oder niedrige Lebenshaltungskosten eine Rolle.
Mindestens ebenso wichtig sind medizinische Versorgung, Infrastruktur, Erreichbarkeit, Sicherheit, Einkaufsmöglichkeiten, eine insgesamt verlässliche Wohnumgebung sowie das kulturelle Angebot und die Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Die von mir vorgestellten Standorte lagen nach den bislang vorliegenden Informationen nicht im unmittelbaren Schwerpunkt der schwersten Schäden des Erdbebens vom 9. Oktober. Das ist natürlich kein Beweis dafür, dass diese Standorte künftig von schweren Erdbeben verschont bleiben. Es zeigt aber, dass eine sorgfältige Standortwahl aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll ist.
Wer sich für eine Auswanderung entscheidet, sollte nicht nur die Vorteile eines Landes betrachten, sondern auch dessen natürliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken. Erdbeben gehören in Panama zweifellos dazu. Die Frage ist, wie man mit diesem Risiko umgeht.
Warum Millionen Menschen trotzdem in Panama City leben
Es gibt noch einen Gedanken, den ich in diesem Zusammenhang interessant finde. In Panama City leben und arbeiten sehr viele Menschen. Zahlreiche Familien, Unternehmer, internationale Fachkräfte und wohlhabende Privatpersonen entscheiden sich bewusst für ein Leben in modernen Wohnhochhäusern.
Auch weiterhin werden hochwertige Apartmentanlagen gebaut und verkauft. Man könnte daraus schließen, dass diese Menschen die Risiken kennen und offenbar für vertretbar halten. Vielleicht liegt darin sogar eine Art kollektive Erfahrung: Menschen treffen über viele Jahre hinweg Entscheidungen für bestimmte Standorte, weil diese sich im Alltag bewährt haben.
Allerdings ist das kein wissenschaftlicher Beweis für die Sicherheit eines Standortes. Die Tatsache, dass viele Menschen ein bestimmtes Risiko eingehen, bedeutet nicht automatisch, dass es gering ist.
Menschen berücksichtigen bei ihren Entscheidungen zahlreiche Faktoren. Manche kennen die geologischen Risiken möglicherweise sehr genau, andere weniger. Und auch eine jahrzehntelange Phase ohne größere Schäden kann trügerisch sein.
Trotzdem sollte man diesen Aspekt nicht völlig ignorieren. Panama City ist nicht zufällig zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren Mittelamerikas geworden. Die Stadt verfügt über eine lange Entwicklungsgeschichte und erhebliche Investitionen in ihre Infrastruktur.
Das Erdbeben vom Oktober 2026 stellt diese Entwicklung nicht grundsätzlich infrage. Es gibt aber Anlass, bestimmte Risiken künftig bewusster in Entscheidungen einzubeziehen.
Ausblick: Mehr Transparenz statt falscher Sicherheit
Die Frage, ob Panama nach dem schweren Erdbeben weiterhin ein attraktives Ziel für Auswanderer und Immobilieninvestoren ist, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Beide in diesem Artikel dargestellten Sichtweisen haben ihre Berechtigung.
Man kann das vergleichsweise glimpfliche Überstehen des Erdbebens in Panama City als positives Zeichen für die Qualität der modernen Bauweise betrachten. Man kann aber ebenso darauf hinweisen, dass das Epizentrum weit von der Hauptstadt entfernt lag und dass die finanziellen Folgen möglicher Gebäudeschäden bislang nur unvollständig absehbar sind.
Welche Schlussfolgerung man daraus zieht, hängt wesentlich von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine Entscheidung für oder gegen Panama kann dieser Artikel niemandem abnehmen. Allerdings hat das Erdbeben einige Bereiche deutlich gemacht, in denen Verbesserungen wünschenswert wären.
1. Mehr Transparenz beim Versicherungsschutz
Immobilienkäufer sollten bereits vor dem Erwerb zuverlässig feststellen können, welche Erdbebenschäden versichert sind und welche finanziellen Belastungen im schlimmsten Fall verbleiben. Dazu gehören verständliche Versicherungsbedingungen, nachvollziehbare Selbstbehalte und eine klare Abgrenzung zwischen der Versicherung einzelner Apartments und dem gemeinschaftlichen Gebäude. Auch wäre zu begrüßen, wenn entsprechende Versicherungsprodukte leichter vergleichbar und für ausländische Eigentümer verständlicher würden.
2. Verlässliche Gebäudeprüfungen und Gutachten
Nach einem schweren Erdbeben müssen Eigentümer und potenzielle Käufer Zugang zu belastbaren Informationen über den technischen Zustand eines Gebäudes erhalten können. Eine rein augenscheinliche Prüfung ist nicht in jedem Fall ausreichend.
Wichtig wären nachvollziehbare Gutachten, eine klare Dokumentation festgestellter Schäden und transparente Informationen über geplante Reparaturen sowie mögliche finanzielle Verpflichtungen. Gerade bei größeren Eigentumswohnanlagen könnte eine bessere Dokumentation erheblich zur Investitionssicherheit beitragen.
3. Ein leistungsfähiges Erdbebenfrühwarnsystem
Ein modernes Frühwarnsystem wäre ein weiterer sinnvoller Schritt. Solche Systeme können Erdbeben nicht vorhersagen. Sie erkennen jedoch bereits begonnene Erdbeben und können unter günstigen Bedingungen eine Warnung auslösen, bevor die stärksten Erschütterungen einen weiter entfernten Standort erreichen.
Je nach Entfernung zum Epizentrum können dadurch wertvolle Sekunden gewonnen werden. Bei einem Erdbeben unmittelbar unter einer Stadt ist dagegen möglicherweise kaum Vorwarnzeit vorhanden. Neben dem praktischen Nutzen könnte ein zuverlässiges System auch das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Bewohner verbessern.
4. Bessere Kommunikation mit Eigentümern und Bewohnern
Auch die Kommunikation zwischen Hausverwaltungen, Versicherern, Sachverständigen, Behörden und Eigentümern könnte verbessert werden. Nach einem Erdbeben benötigen Betroffene vor allem verlässliche Informationen.
Welche Untersuchungen wurden durchgeführt? Welche Ergebnisse liegen vor? Bestehen Einschränkungen bei der Nutzung des Gebäudes? Welche weiteren Prüfungen sind geplant?
Solche Fragen sollten zeitnah und nachvollziehbar beantwortet werden. Gerade in einem international ausgerichteten Land wie Panama wäre es zudem sinnvoll, wichtige Informationen auch in englischer Sprache bereitzustellen. Moderne digitale Kommunikations- und Übersetzungstechnologien bieten dafür heute gute Voraussetzungen.
5. Die Diskussion hat bereits begonnen
Die Forderung nach mehr Transparenz und besseren Kontrollen ist keineswegs nur eine persönliche Überlegung. Auch in Panama selbst wird nach dem Erdbeben intensiv über Bauqualität, staatliche Aufsicht und die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur diskutiert.
So forderte der Geologe Omar Sugasti in einem Meinungsbeitrag für La Prensa vom 12. Oktober 2026, insbesondere die Qualität öffentlicher Bauwerke, die Materialkontrolle und die Überwachung von Bauprojekten kritisch zu untersuchen. (Vgl. auch: Meinungsbeitrag von Omar Sugasti in La Prensa.)
Auch andere Fachleute sehen neben den grundsätzlich vorhandenen technischen Vorschriften Verbesserungsbedarf bei deren praktischer Umsetzung. Das ist eine wichtige Diskussion.
Denn für die langfristige Attraktivität Panamas als Wohn- und Investitionsstandort genügt es nicht, dass moderne Bauvorschriften existieren. Entscheidend ist, dass sie konsequent angewendet werden und dass Käufer und Eigentümer die Qualität ihrer Immobilien verlässlich beurteilen können.
Ein Restrisiko bleibt immer
Absolute Sicherheit gibt es nicht. Nicht in Panama und auch nicht anderswo. Jeder Mensch lebt mit Risiken, ob im Straßenverkehr, im eigenen Haus oder bei alltäglichen Tätigkeiten.
Erdbeben gehören in Panama zu diesen Risiken. Wann und wo das nächste schwere Beben auftreten wird, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Auch eine statistisch geringe Wahrscheinlichkeit kann für den Einzelnen schwerwiegende Folgen haben.
Hinzu kommt eine persönliche Dimension, die sich nicht allein durch Statistiken und technische Gutachten erfassen lässt. Wer ein starkes Erdbeben in einem schwankenden Hochhaus erlebt hat, betrachtet das Wohnen in großer Höhe möglicherweise mit anderen Augen.
Meine Frau beispielsweise hat dieses Erlebnis wesentlich stärker belastet als mich. Solche Ängste lassen sich nicht einfach durch den Hinweis auf moderne Bauvorschriften oder statistische Wahrscheinlichkeiten beseitigen. Ob sie mit der Zeit nachlassen, bleibt abzuwarten.
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis aus diesem Erdbeben: Wir können Naturgefahren nicht verhindern und auch nicht vollständig vorhersagen. Aber wir können dafür sorgen, dass ihre möglichen Folgen besser bekannt, besser abgesichert und damit für jeden Einzelnen bewusster kalkulierbar werden.
Das wäre ein Gewinn für Panama – unabhängig davon, ob man sich letztlich für oder gegen eine Auswanderung oder eine Immobilieninvestition entscheidet.
Quellen und weiterführende Literatur
Die folgende Auswahl enthält amtliche Veröffentlichungen, wissenschaftliche Untersuchungen und aktuelle Beiträge aus der panamaischen Presse. Bei Zeitungsartikeln handelt es sich teilweise um Meinungsbeiträge, die als solche zu verstehen sind.
Amtliche Quellen und wissenschaftliche Untersuchungen
1. SINAPROC – Schadensbilanz vom 19. Oktober 2026. Offizielle Angaben zu untersuchten Gebäuden, betroffenen Einrichtungen und Hilfsmaßnahmen.
Offizielle Mitteilung
2. SINAPROC – Comunicado Oficial Nr. 12, 14. Oktober 2026. Zwischenbilanz zu betroffenen Familien, beschädigten Wohnungen und regionalen Schäden.
Offizielle Mitteilung
3. Organización Panamericana de la Salud (OPS/OMS), Oktober 2026. Situationsbericht über das Erdbeben und die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung.
Situationsbericht als PDF
4. Rockwell, T. K. et al. (2010). Neotectonics and Paleoseismology of the Limón and Pedro Miguel Faults in Panamá: Earthquake Hazard to the Panamá Canal. Bulletin of the Seismological Society of America, 100(6), 3097–3129.
Wissenschaftliche Originalveröffentlichung
5. Municipio de Panamá – Plan Estratégico Distrital, Anexo 1 (2021). Enthält unter anderem Ausführungen zur seismischen Gefährdung und zu problematischen Bodenverhältnissen in Panama City.
Planungsdokument als PDF
6. Consejo de Gabinete – Resolución de Gabinete N.º 108 vom 10. Oktober 2026. Erklärung des nationalen Notstands infolge der Erdbeben vom 9. Oktober 2026. Veröffentlicht in der Gaceta Oficial N.º 30631 vom 10. Oktober 2026, Artikel 1, Seite 3.
https://www.gacetaoficial.gob.pa/storage/gacetas/2026/10/30631/105696.pdf#page=3
Panamaische Presse und Expertenmeinungen
7. La Prensa, 10. Oktober 2026: Terremoto en Panamá: lo que revela sobre la seguridad de los edificios.
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8. La Prensa, 10. Oktober 2026: ¿Por qué no se pueden comparar los terremotos de Venezuela y Panamá? Erläuterungen von Ingenieuren zu Baugrund, Bauweise und Erdbebenschäden.
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9. La Prensa, 11. Oktober 2026: Terremoto en Panamá: el secreto de las edificaciones, las normas sísmicas y la falla de San Andrés.
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10. La Prensa, 12. Oktober 2026: El terremoto que también debe sacudir a nuestras instituciones. Meinungsbeitrag von Omar Sugasti.
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11. La Prensa, 12. Oktober 2026: Qué cubre el seguro y cómo documentar los daños por el terremoto.
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12. La Prensa, 16. Oktober 2026: Edificios anteriores a 1984: cuáles son, qué riesgos enfrentan y cómo reforzarlos.
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13. La Prensa, 19. Oktober 2026: Lo que debes saber de la falla de Pedro Miguel.
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14. La Prensa, 10. August 2026: El próximo terremoto también será financiero. Meinungsbeitrag von Joaquín Riesen über mögliche finanzielle Folgen von Erdbebenschäden für Immobilienbesitzer.
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15. Panamá América, 13. Oktober 2026: Familias quieren volver a sus hogares, pero tienen miedo. Bericht von Vivian Jiménez über Familien, die aus Angst vor weiteren Erdbeben im Freien, in Zelten oder auf Matten in Parks und auf Parkplätzen übernachten.
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16. La Estrella de Panamá, 14. Oktober 2026: Elena Barría, primera víctima fatal por el terremoto de 7,5 en Panamá. Bericht von Leiny Pérez über die 68-jährige Frau aus Macaracas, die beim Beben unter einer einstürzenden Hauswand verletzt wurde und später an ihren Verletzungen starb.
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17. La Prensa, 19. Oktober 2026: Panamá registra 917 réplicas tras el terremoto de Azuero; también sismos en Chiriquí y Bocas del Toro. Zählstand des Instituto de Geociencias der Universidad de Panamá vom 19. Oktober: 917 automatisch erfasste Nachbeben, davon 411 vom Personal geprüft.
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